Gemäß den aktuellen Angaben des VdJKs (Dezember, 2011) vereinigt der Dachverband in Kasachstan 45 JK. Davon sind 14 Dachjugendklubs und 31 Filialen. Die JK arbeiten in ganz Kasachstan gemeinsam mit der übergeordneten Struktur - den gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“. Mindestens 1 Mal im Jahr werden VdJK-Ratssitzungen durchgeführt, in denen man Entscheidungen trifft und Veranstaltungen für das kommende Jahr plant.

Im Jahre 2011 wurden vom VdJK folgende Ziele gestellt:

• Motivierung der jungen Leute für aktive Arbeit in regionalen Klubs;
• Die JK sollen konkurrenzfähig werden;
• Strukturverbesserung;
• Integration in die kasachstanische Gesellschaft;
• Dialog mit beiden Regierungen (Deutschlands und Kasachstans).

2011 führte der VDJK mit Filialen in Kasachstan lokale, regionale und überregionale Veranstaltungen durch. Besonders engagiert waren die Jugendlichen in Astana, Taldykorgan, Semej, Pavlodar, Kostanaj, Karaganda und Schymkent.

Die JK arbeiteten in verschiedenen Themenbereichen, z.B. in Kostanaj funktioniert erfolgreich der Klub für Musikfreunde. Der JK Petropawlowsk beschäftigt sich mit der Geschichte der Rußlanddeutschen. In Karaganda spielen die Jugendlichen gern Theater, die Arbeit wurde mit Hilfe von GI-Sprachassistenten koordiniert. Die Mitglieder dieses Klubs – junge Schauspieler – nahmen am Theaterfestival in Halle (Deutschland) teil. Mittlerweile ist auch der Tourismus sehr populär geworden, so dass jetzt von zwei Jugendklubs Tourismusprojekte organisiert werden. Die Jugendlichen aus Astana interessieren sich beispielsweise für Sporttourismus. Die Projekte von Taldykorgan sind mehr auf Forschung ausgerichtet. Außerdem wurde im Juli 2011 in Taldykorgan „Deutsch-Kasachische Schule der jungen Geschäftsleute“ organisiert.

Eine wichtige Richtung der VdJK- Tätigkeit ist die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen. Eine bedeutende Partnerin für den VdJK ist die Euro-Schulen Organisation Bitterfeld/Wolfen. Im Rahmen der Zusammenarbeit haben 2 Jugendlichen an Goitsche-Marathon teilgenommen. Die Teilnehmer waren aus Petropawlowsk – Alexander Jurkinson und Karaganda/Almaty – Andrej Schlei. Das ist ein Beispiel dafür, dass die deutschen Jugendlichen Kasachstans sehr gern Sport treiben.

Im Berichtszeitraum wurden acht Sommersprachprojekte in Aktobe, Taldykorgan, Schachtinsk, Pavlodar, Karaganda, Zheskasgan, Petropawlowsk und Semej durchgeführt. Insgesamt nahmen 361 Jugendliche an den Sommersprachprojekten teil, davon 260 Deutschstämmige, dies entspricht einem deutschstämmigen Teilnehmeranteil von 72 %. Die Verpflegungs- und Unterkunftskosten in den Sprachlagern wurden durch Sponsoren und die Staatsregierung mitfinanziert.

Das Jahr 2011 war für die in Kasachstan lebenden Russlanddeutschen von besonderer Bedeutung. Am 28. August 2011 war der 70. Trauertag der Deportation der Wolgadeutschen. Die jungen Angehörigen der DMi versuchten, die Geschichte ihres Volkes kennen zu lernen und ihr Respekt zu äußern. Das war Anlass für das Projekt „Verbindung der Generationen“. Im Rahmen dieses Projekts haben die Mitglieder der JK in verschiedenen Regionen Kasachstans die Trudarmisten interviewert. Die Antworten wurden aufgenommen und am 26. August konnte der Film präsentriert werden.
Im November dieses Jahres fand in Karaganda das 6. Festival der deutschen Kultur statt. Das Festival wurde dem 20. Jahrestag der Unabhängigkeit Kasachstans und dem 15. Jahrestag des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans gewidmet. Die Vertreter des VdJK waren die unmittelbaren Teilnehmer der Veranstaltung. Während des Festivals fand die VdJK-Ratssitzung statt, in der nicht nur die amtierenden Vorsitzenden des Verbands ihren Jahresbericht präsentierten, sondern auch die Vertreter aus den Regionalklubs Kurzberichte über ihre Tätigkeit vorstellten. Außerdem wurde der Veranstaltungsplan für das Jahr 2012 erstellt.

Im Jahre 2011 startete die 2. Etappe des Projekts „Unterstützung und Verbesserung der Arbeit der Jugendklubs“. Im Rahmen des Projekts wurden die JK in Astana (Sozialtheater), Semej (Einrichtung eines Proberaums) und Taldykorgan (Ausarbeitung von tourischtisch-landeskundlichen Touren in der Korinskyschlucht) unterstützt. Die neuen Initiativen haben die Jugendarbeit seihr belebt.

Im Großen und Ganzen könnte man sagen, dass die Ziele des VdJK für das Jahr 2011 mittels der o.g. Projekte erreicht sind. Es bleiben aber einige Punkte, die 2012 zu berücksichtigen sind.

Diese Punkte lauten:

• Verstärkung der Struktur des Verbands durch die aktive Tätigkeit der Regionalklubs, Erhöhung der Teilnehmerzahl in den Klubs, Entwicklung neuer Ideen und Projekte.
• Entwicklung und weitere Professionalisierung der JK. Die JK sollen professionelle Dienstleistungen anbieten und den Jugendlichen eine Möglichkeit geben, sich zu behaupten und ihre Kenntnisse anzuwenden.
• Eine Datenbank über die begabten Jugendlichen/Ensemble erstellen.
• Die Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden in Russland, Usbekistan und Kirgisien sowie mit dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland pflegen.

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